Feuerwehr Büdingen

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Einsatzleitwagen

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ELW Florian Büdingen 1-11

(Einsatzleitwagen)

Florian Büdingen 1-11

Amtl. Kennzeichen: BÜD FB 111

Der Einsatzleitwagen der Freiwilligen Feuerwehr Büdingen wurde 2006 in Dienst gestellt. Das Fahrzeug ersetzt ein Fahrzeug aus dem Jahr 1990. Es handelt sich um einen Daimler-Chrysler Sprinter 316 CDI 4x4 mit mittellangem Radstand und Hochdach. Ausgebaut wurde das knapp 100.000,- € teure Fahrzeug bei der Firma Weschenfelder Sonderfahrzeugbau in Bretten.

ELW_Ansicht

Die Aufteilung des Innenraumes erfolgte in der klassischen dreigeteilten Variante und gliedert sich in den Fahrerraum, der gleichzeitig auch für die Lagedokumentation genutzt wird, den eigentlichen Funkraum und den im Fahrzeugheck befindlichen Geräteraum. Der Funktisch wurde zur Rückwand hin angeordnet und verfügt neben zwei 4m Band BOS Funkgeräten auch über zwei 2m Band Handsprechfunkgeräte, welche mittels einer aktiven Ladehalterung an die Fahrzeug Dachantennen angeschlossen wurden. Die Besprechung der vier Funkgeräte erfolgt über zwei Major BOS 2 Bedienmodule im Funktisch. Die Module ermöglichen die Besprechung aller vier Funkverkehrskreise von jeweils einer Sprechstelle aus. Eine Zweitbesprechungseinrichtung an einem Funkgerät ermöglicht die Besprechung aus dem Fahrerraum. Alle Bedienstellen sind mit Commander BOS FMS Handapparaten ausgestattet. Im Funktisch integriert wurde eine Siemens Telefonanlage bestehend aus der Basisstation und zwei Mobilteilen. Die Anlage arbeitet im D2-Netz und ermöglicht neben der Kommunikation untereinander auch das Telefonieren im Mobilfunknetz. Die Drucker-Scanner-Fax Kombination ist über W-LAN mit der Telefonanlage und den beiden Computern verbunden. Für die FMS Dokumentation und weitere Programme (u.a. Atemschutzüberwachungsprogramm der Feuerwehr Traunstein, Einsatzplanverwaltungssoftware) ist im Funktisch ein Desktop PC integriert. Der zugehörige Flat-Screen Monitor ist mittels einer schwenkbaren Halterung von allen vier Arbeitsplätzen einsehbar. Ein Notebook für die Einsatzdokumentation ist in die Tischplatte des Arbeitstisches in der Mitte des Fahrzeuges eingelassen. Digitale Funkwetterstation und Funkuhr komplettieren die Ausstattung. Ein abschließbarer und beleuchteter Schlüsseltresor zur Aufnahme aller Feuerwehrschließungen der Stadt Büdingen ist unter dem Arbeitstisch angebracht worden. Die Lagedarstellung erfolgt mittels des Einsatzführungssystems „FüSys“ der Firma Kobra. Hierbei handelt es sich um Magnetkarten zur Schadendarstellung. Die gebräuchlichen UTM Karten wurden auf Magnetträger aufgezogen und laminiert. Somit lassen sich auch Lagedarstellungen auf den Karten aufzeichnen, ohne die Karten zu schädigen. Die Seitenwände links und rechts neben dem Funktisch wurden als White-Boards ausgestaltet.

Heckansicht

Eine Wetterschutzmarkise in Verbindung mit dem im Heck verlasteten Klapptisch und / oder einem beigestellten MTF ermöglichen Einsatzbesprechungen nahezu Wettergeschützt durchzuführen. Im Heck des Fahrzeuges wurde die nach DIN geforderte Beladung untergebracht. Ergänzt wird die Standardbeladung durch einen Stromerzeuger 2 kvA, eine Einsatzstellenbeleuchtung „Tower-Lux“ sowie eine elektrische Kühlbox, Atemschutznotfallset, Telestepleiter, Notfallrucksack, Wärmebildkamera und ein Multigaswarngerät inkl. Kalibriereinheit. Die genannte Wetterstation wird auf einen Zapfen auf der Verkehrswarneinrichtung am Heck aufgesteckt. Die Stromversorgung erfolgt über eine 12 V Dose, die Wetterdaten werden mittels Funksignal an die Basisstation übermittelt. Eine rote Blitzleuchte kennzeichnet das Fahrzeug als Einsatzleitung. Die aufgeklebte Beschriftung kann bei Einsatz des ELW 2 mit roten Magnetfolien abgedeckt werden, somit ist nur ein Fahrzeug an der Einsatzstelle als ELW zu erkennen. Eine auf den Monitor des Navigationsgerätes aufgeschaltete Rückfahrkamera komplettiert die Ausstattung am Fahrzeugheck.

Die 230 Volt Stromversorgung erfolgt entweder durch Außenspeisung über den mitgeführten Stromerzeuger oder aber auch schon während der Anfahrt mit dem Wechselrichter über die Fahrzeugbatterien. Auf einen autarken Betrieb wurde bewusst geachtet.

Alle 2m Handsprechfunkgeräte und die Adalit Stablampen verfügen über Fahrzeugladegeräte. Ein 2m Handsprechfunkgerät wurde in die Beifahrertür integriert und über eine aktiv Ladehalterung an die separate Außenantenne angeschlossen. Somit kann der Einsatzleiter bereits während der Anfahrt Anweisung über 2m Funk erteilen ohne die Fahrzeugelektrik negativ zu beeinflussen.

Die Umfeldbeleuchtung wurde auf der rechten Fahrzeugseite unter der Markise angebracht. Bei vielen besichtigten Fahrzeugen wurde diese oberhalb montiert, so dass bei geöffneter Markise diese ohne Wirkung ist.

Standheizung und Klimaanlage sorgen für ein gutes Raum- und Arbeitsklima.

Die Verantwortlichen Planer der Feuerwehr Büdingen sind sich sicher, dass das Fahrzeug in der vorgestellten Ausführung die Fahrzeugausstattung der Feuerwehr Büdingen sinnvoll ergänzt, zumal die bisher eingesetzten Fahrzeuge im Bereich der Einsatzleitung immer nur unbefriedigende Übergangslösungen in Form von aufgewerteten MTF darstellten.

Die EDV-Ausstattung konnte dank der freundlichen Unterstützung der Firma Hewlett-Packard GmbH
Geschäftsstelle Bad Homburg    http://welcome.hp.com realisiert werden.

Arbeitsplaetze
Cockpit
Kartentisch
Kontrollleuchten
Schluesselkasten
Wetterstation
1/6 
start stop bwd fwd

Text und Bilder: Horst Hofmeister, Freiwillige Feuerwehr Büdingen


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