Feuerwehr Büdingen

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Wertungsspielen ist für Musiker eine Standortbestimmung

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Musikzug der Feuerwehr misst sich mit anderen Orchestern - CD-Aufnahmen stehen an

Artikel Kreis-Anzeiger vom 03.09.2011 Text und Bilder von Monika Eichenauer

(co). Große Aufgaben stehen in diesem Spätsommer nicht allein der gesamten Freiwilligen Feuerwehr Büdingen bevor, sondern auch vor deren Musikzug. Das Landeswertungsspielen in Bad Hersfeld am morgigen Sonntag und die Aufnahme einer CD für den Hessischen Feuerwehrverband vom 16. bis 18. September bedeuten intensive Vorbereitung und Sonderproben. Darüber hinaus ist jeder Musiker eng in den Umzug in den neuen Feuerwehrstützpunkt eingebunden, bald danach steht das vorweihnachtliche Konzert auf dem Programm. Über die bevorstehenden
Aktivitäten
berichten der Abteilungsleiter Musikzug Holger Kuhl und Stellvertreterin Helga Schenk.

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Was bedeutet das morgige Wertungsspielen des Landesfeuerwehrbandes für den Musikzug?

Kuhl: Es ist eine Standortbestimmung und wir gewinnen für unsere Musik – allein schon durch die intensiven Proben an zwei Stücken. Wir werden „Adventure“ präsentieren, ein Stück mit klarer Gliederung und einzelnen dramaturgischen Teilen, und das temporeiche, lebhafte „A Huntington Celebration“.
Schenk: Unser Dirigent Patrick Günther hat Aufnahmen gemacht und uns bei der nächsten Probe Schwachstellen aufgezeigt, an denen wir besonders gefeilt haben. Nehmen wir nur allein das Beispiel Intonation. Da muss einfach alles stimmen. Vieles kann man nur herausarbeiten, wenn man sich so intensiv mit wenigen Stücken befasst.
 

Wie seid ihr in die Auswahl für die CD gekommen, auf der nur sechs hessische Feuerwehr-Orchester zu hören sein werden?


Kuhl: Wir haben unsere Demo-CD eingereicht und wurden unter vielen Orchestern zusammen mit fünf anderen ausgewählt. Da ist die Freude natürlich riesengroß, unter anderem auch deshalb, weil ein Verein alleine die Kosten für eine solch professionelle CD gar nicht stemmen kann. Darüber hinaus wird die komplette CD hier bei uns im neuen Feuerwehrstützpunkt aufgenommen. Eines der modernsten mobilen Tonstudios Deutschlands, das Studio 80 aus München, kommt mit einem Übertragungswagen her. Büdingen war von der Lage her für alle mitwirkenden Orchester der günstigste Standort, außerdem wurde die Akustik geprüft und für sehr geeignet befunden. Herauskommen wird die CD bereits im November.


Im Musikzug spielen drei Generationen zusammen, zudem habt ihr noch ein exzellentes Jugendorchester unter der Leitung von Alexander Gröb. Wie rekrutiert ihr euren Nachwuchs?


Kuhl: Wir heißen ja ganz offiziell Jugendorchester der Freiwilligen Feuerwehr und der Musik- und Kunstschule Büdingen (MuKs). Darin liegt schon ein Herkunftsort unserer Jungmusiker. Viele Jugendliche, die in der MuKs Einzelunterricht hatten oder noch haben, spielen in unserem Orchester. Erstens macht es dabei noch mehr Spaß, zum anderen lernt man in der Gemeinschaft  wesentlich mehr. Das Gehör, das Zusammenspiel und der exakte Einsatz werden geschult. Außerdem gehen wir auch an die Musikklassen der Schulen.


Für hervorragende musikalische Leistungen im Orchester ist auch Teamgeist wichtig. Wie ist der bei euch zustande gekommen?


Schenk: Jeder kümmert sich um jeden, oder wie es bei der Feuerwehr ohnehin heißt: Alle für einen, einer für alle. Auch beim Musikalischen wird nach dem Nebenmann, der Nebenfrau geschaut und mitgehört. Meistens gehen wir nach der Probe nochmal gemeinsam in eine Gastwirtschaft, da wird dann über alles Mögliche geklönt. Unseren Jugendlichen gegenüber nehmen wir unsere Fürsorgepflicht sehr ernst. Sie bekommen musikalische und pädagogische Betreuung. Hinzu kommen gemeinsame Unternehmungen wie Eis essen gehen, Bowling spielen und jedes Jahr zusammen Plätzchen backen.


Wie ist das Verhältnis jung und alt im Orchester?


Schenk: Das ist ganz hervorragend. Die älteren nehmen Anregungen der Jüngeren auf und die jungen Leute lernen von den „alten Hasen“. Sie zeigen ihnen Kniffs zum Beispiel bei der Instrumentenpflege oder der Mundhaltung.


Wie steht es mit dem Umzug in den neuen Feuerwehrstützpunkt?


Kuhl: Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Das vorhandene Equipment an Noten und Instrumenten muss gesichtet und verpackt werden. Die Musiker freuen sich schon sehr auf die neuen Räume und sind gespannt, wie die erste Probe im neuen Umfeld klingen wird. Darüber hinaus helfen wir beim Umzug mit allen anderen Feuerwehrgerätschaften.


Trotz all der großen Projekte wird es wieder ein vorweihnachtliches Konzert geben. Unter welchem Motto steht es?


Kuhl: Wir werden am 26. November in der Zinnkann-Halle Filmmusik präsentieren und wollen einen musikalischen Querschnitt durch alle Genres zu Gehör bringen. Mit eingebunden ist wieder unser Jugendorchester.


Nehmt ihr noch weitere Musiker auf?


Schenk: Wer Interesse hat, kann  jederzeit einmal in einer Probe „schnuppern“: freitags um 17 Uhr in der Gerätehalle beim „Vorchester“ für ganz junge Leute und Wiedereinsteiger,
um 18 Uhr beim Jugendorchester und um 20 Uhr beim Musikzug.
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