Feuerwehr Büdingen

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Ein Leben im Dienst an den Mitmenschen

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Bericht im Kreis-Anzeiger: 17.09.2011 - BÜDINGEN

Klaus Diefenbach ist seiner schweren Krankheit erlegen

(ten). Die Feuerwehr prägte sein Leben von Kindesbeinen an. Im Gespräch zu seinem 60. Geburtstags vor zwei Jahren erinnerte sich Klaus Diefenbach, wie er seinem Vater, der in Büdingen Feuerwehrkommandant war, das Fahrrad aus dem Keller holte, wenn der zum Einsatz musste. So war es für ihn und seinen Zwillingsbruder Horst selbstverständlich, dass sie auch so bald wie möglich in die Freiwillige Feuerwehr eintraten. 1963, mit 14 Jahren bot sich mit dem Spielmannszug die Gelegenheit, Mitglied zu werden. Während für seinen Bruder damit der Weg zum Feuerwehrmusiker, der sich bis auf Bundesebene engagierte, begann, war für Klaus Diefenbach die Einsatzabteilung das Ziel. Noch zwei Jahre musste er sich gedulden, bis er mit Horst beitreten durfte.

Die Feuerwehrmusik musste Klaus Diefenbach hingegen durch die wachsende berufliche Belastung aufgeben. 1965 hatte er bei der Hellerschen Druckerei eine Lehre als Schriftsetzer begonnen. Er wurde später technischer Betriebsleiter.

Klaus Diefenbach war viele Jahre stellvertretender Wehrführer, bevor er 1988 zum Wehrführer gewählt wurde. Schon 1991 wählten ihn die Kameraden zum Stadtbrandinspektor, ein Amt, dass er 20 Jahre, bis zu seinem Rücktritt vor zwei Jahren inne hatte. Auch im Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes war er viele Jahre aktiv.

In diesen zwei Jahrzehnten leitete er wichtige Entwicklungen ein. So mussten die Stadtteilwehren und die Feuerwehr der Kernstadt zusammengeführt werden. Dass dies gelungen war, erlebte Klaus Diefenbach bei der Hochwasserhilfe 2002 für die Partnerstadt Herzberg. Mit zwölf Fahrzeugen und Kameraden aus allen Stadtteilen machten sie ein Klärwerk wieder betriebsfähig.

Um die Zusammenarbeit der Stadtteilwehren zu verbessern, führte Diefenbach die Löschbezirke ein. Auch die Erneuerung des Fahrzeugbestands fällt in seine Ära als Stadtbrandinspektor. Unverständnis rief bei ihm Kritik an den Beschaffungsvorschlägen der Feuerwehr hervor. „Die Feuerwehr hat keine Wünsche, sie hat Bedarf“.

Diesen dringenden Bedarf sah er auch für einen neuen Feuerwehrstützpunkt. Für sein Engagement wurde Klaus Diefenbach mit vielen Auszeichnungen bedacht. Eine der wichtigsten dürfte ihm die Ernennung zum Ehrenwehrführer gewesen sein. Die Ernennung zum Ehrenstadtbrandinspektor sollte in den nächsten Wochen folgen. Im April letzten Jahres wurde der erste Spatenstich für den Neubau getan.

Umzug und offizielle Einweihung des neuen Stützpunkts durfte er nicht mehr erleben. Im Alter von 62 Jahren erlag er am Mittwoch einer schweren Krankheit. Die Trauerfeier ist heute um 14 Uhr in der Remigiuskirche.
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