Feuerwehr Büdingen

  • Full Screen
  • Wide Screen
  • Narrow Screen
  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size

...was kommt danach?

E-Mail

Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz

Alarm für die Einsatzabteilung der Feuerwehr Büdingen. Die Einsatzkräfte verlassen ihre Arbeit, unterbrechen die gemeinsame Zeit mit ihren Familien, oder schlimmstenfalls werden sie aus der Nachtruhe gerissen. Sie fahren zum Feuerwehrhaus, rüsten sich aus und stellen sich den Herausforderungen, welche an sie gestellt werden.

Nach dem Einsatz wird zunächst an der Einsatzstelle grob das Material gereinigt und wieder auf den Fahrzeugen verlastet. Es geht zurück zum Brandschutzzentrum.

Nun könnte man meinen - der Einsatz ist beendet und jeder kann wieder seine Tätigkeit aufnehmen und dort weitermachen wo sie oder er vorher aufgehört hat.

Wird nun "Status 2" an die Leitstelle gemeldet, dass die Fahrzeuge wieder in der Halle stehen und einsatzbereit sind und alles ist gut?

Aber so einfach ist das nicht......

Oftmals ist der "Einsatz" danach umfangreicher als der eigentliche Einsatz. Auf dem Weg zum Feuerwehrhaus wird erst einmal an der Tankstelle gestoppt, dort werden die Fahrzeuge und alle Aggregate mit Kraftstoffen betankt. Auch wenn nur ein paar Liter Diesel nachgefüllt werden, das sind diese wenigen Liter die beim nächsten Einsatz mitten in der Nacht fehlen könnten.
Die Fahrzeuge stehen geordnet hintereinander und die Mannschaft wartet bis alle an der Reihe sind und einzeln getankt und gezahlt wurde. Am Feuerwehrhaus werden dann die Löschwassertanks gefüllt, während die Atemschutzgeräteträger ihre Atemschutzgeräte grob waschen und zum Austausch in die Atemschutzwerkstatt bringen. Die Geräte müssen dokumentiert werden, mit Gerätenummer, Masken Nummer sowie Flaschen Nummer. Das ganze genauso mit dem neu verlasteten Atemschutzgerät, damit die Dokumentation stimmt und jederzeit nachgewiesen werden kann, wo welches Gerät sich gerade befindet und von wem es bei welchem Einsatz benutzt wurde. Es werden dann noch die Kameraden der Feuerwehr Bad Nauheim informiert, dass diese die gebrauchten Atemschutzgeräte austauschen.

Das Schlauchmaterial wird aufgefüllt, die benutzten Schläuche werden in der Schlauchwaschanlage gewaschen, einzeln geprüft und dann zum Trocknen in den Schlauchturm gehängt.

Alle benutzten Geräte werden einer Sichtprüfung unterzogen und gereinigt und wieder so verlastet, dass sie zu 100% für den kommenden Einsatz gerüstet sind.

bestueckung1

Bevor die Fahrzeuge wieder in ihre Box gestellt werden, werden sie noch gewaschen, denn die Ausrüstung ist teuer und sollte stets optimal gepflegt werden.

Die verschmutzte Schutzkleidung muss auch gewaschen werden, dies erfordert eine gewisse Vorbereitung. Die Jacken und Hosen müssen kontrolliert werden, alle Verschlüsse geschlossen und Klettverschlüsse, wenn sie offen sind, mit einem Gegenstück versehen werden. Teilweise auf links gemacht werden und dann ab in die Industriewaschmaschine. Es passen meist nicht alle Jacken und Hosen in die Maschine, aus diesem Grund muss organisiert werden dass jemand nach einer Stunde die nassen Kleidungsstücke in den Trockner legt und die Waschmaschine neu bestückt wird. Natürlich muss die ganze Schutzkleidung wenn sie trocken ist, wieder den Kameradinnen und Kameraden zugeordnet werden und in deren Spinde verteilt werden.

waschmaschine2

Der Einsatzleiter muss den Einsatzbericht anfertigen, dank moderner Technik geschieht dies Online mit einem Computerprogramm. Was den Umfang der Arbeit aber nicht wirklich verringert. Es wird annähernd jedes Detail dokumentiert und protokolliert. Alles muss wasserfest und beweissicher festgehalten werden, damit man auch in Monaten noch weiß was passiert ist und alles nachvollzogen werden kann.

Erst dann, wenn diese vielen kleinen Handgriffe, Aufgaben und Tätigkeiten verrichtet wurden, können die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner wieder zurück in ihr "anderes Leben" - als Frau/Freundin/Mutter, Angestellte oder oder oder zurückkehren (hier sind unsere Feuerwehrfrauen für alle Einsatzkräfte genannt...) - Wobei nachts... ja nachts ist nicht daran zu denken dass man sofort wieder einschlafen kann - denn dann gehen einem die Eindrücke der letzten Stunden durch den Kopf.

Aber wir Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner machen es gerne, weil wir uns dafür entschieden haben, freiwillig, ehrenamtlich - mit allen Vor- und Nachteilen.
Dienst am Nächsten, Dienst für die Allgemeinheit. 24 Stunden, sieben Tage in der Woche, 365 Tage im Jahr.....

Ihre Feuerwehr Büdingen

Joomla "wookie mp3 player 1.0 plugin" by Sebastian Unterberg
You are here